Die Gehälter in Deutschland klaffen bei den verschiedenen Branchen, aber auch innerhalb derer, weit auseinander. Am meisten wird im Durchschnitt bei den Banken verdient. Hier liegt das Durchschnittsgehalt bei 4.639 Euro für Angestellte. Allerdings ist die Bandbreite sehr groß und variiert zwischen einem einfachen Bankbetriebswirt oder Filialangestellten und Investmentbankern oder Leitern großer Filialen.

Viel verdienen kann man auch in der Pharmaindustrie – das Jahresgehalt kann bis zu 70.000 Euro betragen. Auch in der Automobilindustrie und im Bereich Chemie und Erdöl gibt es hervorragend dotierte Jobs.

Das Schlusslicht nehmen bei den Gehaltsspiegeln der Tourismus und die Hotel- und Gaststättenwirtschaft ein. Hier wird im Durchschnitt noch unter 2.000 Euro im Monat bezahlt.

Ärzte sind noch immer Topverdiener

Wenn man nach Berufsgruppen geht, dann stehen die Ärzte ganz oben mit einem Bruttojahresgehalt von 77.000 Euro. Auch im Finanzbereich liegen die Werte bei um die 70.000 Euro. Banken, Ingenieure und IT-Spezialisten verdienen um die 60.000 Euro im Jahr. Ganz unten stehen das Handwerk mit 43.000 Euro und Verwaltungsangestellte mit etwa 44.000 Euro im Jahr.

Die Gehälter sind aber meistens von mehreren Faktoren abhängig. So verdienen in allen Branchen Frauen weniger als Männer. Außerdem gibt es nach wie vor ein Gehaltsgefälle von West nach Ost, aber auch von Süden nach Norden. Schließlich spielen das Alter und die Erfahrung auch eine Rolle. Was die Gehaltsspiegel oft nicht darstellen, sind die Bandbreiten der Gehälter. Oft gibt es recht weniger Spitzenverdienern und gerade im produzierenden Gewerbe und in der Bauindustrie viele schlechter bezahlte Jobs. Lediglich im Bereich Hospitality, also Gastro- und Hotelgewerbe, sind niedrige Löhne in fast allen Gehaltsstufen zu finden, sogar bis zum Hoteldirektor. Der verdient zum Beispiel deutlich weniger als ein Filialleiter einer Bank mit wesentlich geringerer Personalverantwortung.

Nach wie vor helfen sowohl Bildungsgrad als auch Erfahrung: In allen Branchen verdienen die Akademiker mehr. Auch wer mehr Berufsjahre vorweisen kann, hat am Monatsende einiges mehr auf dem Konto als Berufsanfänger.